{"id":204021,"date":"2026-10-14T13:24:49","date_gmt":"2026-10-14T12:24:49","guid":{"rendered":"https:\/\/cryptonews.com\/de\/news\/bank-of-america-sanktionen-krypto-regeln\/"},"modified":"2026-10-14T13:24:49","modified_gmt":"2026-10-14T12:24:49","slug":"bank-of-america-sanktionen-krypto-regeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cryptonews.com\/de\/news\/bank-of-america-sanktionen-krypto-regeln\/","title":{"rendered":"Bank of America: Kontrollausf\u00e4lle versch\u00e4rfen Krypto-Regeldebatte"},"content":{"rendered":"
Das US-Finanzministerium hat am 13. Oktober Sanktionen von mehr als 1,2 Milliarden Dollar gegen Bank of America angek\u00fcndigt. Anlass sind versp\u00e4tete Meldungen zu verd\u00e4chtigen Transaktionen \u00fcber mehr als 5 Milliarden Dollar \u2013 ein Fall, der die Forderung nach gleichen Geldw\u00e4schekontrollen f\u00fcr Banken und Kryptoanbieter auf die Probe stellt.<\/p>
Die Bank hat laut den Beh\u00f6rden Verst\u00f6\u00dfe gegen den Bank Secrecy Act einger\u00e4umt. Die Summe von 5 Milliarden Dollar bezeichnet dabei verd\u00e4chtige Transaktionen, die versp\u00e4tet gemeldet wurden; sie ist kein Nachweis daf\u00fcr, dass ein entsprechender Betrag tats\u00e4chlich gewaschen wurde. Mehr als 1 Milliarde Dollar davon betrafen priorit\u00e4re Risiken f\u00fcr illegale Finanzstr\u00f6me und die nationale Sicherheit.<\/p>
Welche M\u00e4ngel die Aufsicht festgestellt hat<\/strong><\/h2><\/span>
Die Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), die US-Beh\u00f6rde zur Bek\u00e4mpfung von Finanzkriminalit\u00e4t, stellte Verst\u00f6\u00dfe in drei Bereichen fest: beim Geldw\u00e4schebek\u00e4mpfungsprogramm, bei der Pr\u00fcfung ausl\u00e4ndischer Korrespondenzkonten und bei der Einreichung von Verdachtsmeldungen. Zu den genannten Risikofeldern z\u00e4hlen chinesische Geldw\u00e4schenetzwerke und mutma\u00dfliche handelsbasierte Geldw\u00e4sche nahe der S\u00fcdwestgrenze.<\/p>
Die Office of the Comptroller of the Currency (OCC), die US-Bankenaufsicht, verh\u00e4ngte eine zivilrechtliche Strafe von 750 Millionen Dollar. Nach Angaben der Beh\u00f6rde ist dies ihre bislang h\u00f6chste Geldstrafe gegen eine Bank; sie ist in der Gesamtsumme von rund 1,2 Milliarden Dollar enthalten. Die zust\u00e4ndige Sanktionsbeh\u00f6rde OFAC meldete daneben einen Vergleich \u00fcber 11,6 Millionen Dollar im Zusammenhang mit 475 mutma\u00dflichen Sanktionsverst\u00f6\u00dfen.<\/p>
Reuters berichtete, Bank of America werde die Sanktion als nicht steuerlich abzugsf\u00e4hige Belastung von 1,2 Milliarden Dollar in den Ergebnissen des dritten Quartals ausweisen. Das entspreche nach Angaben der Bank einem R\u00fcckgang des Nettogewinns um etwa 17 Cent je Aktie. Die Ergebnisse waren f\u00fcr Mittwoch, den 14. Oktober, angek\u00fcndigt.<\/p>
Die Debatte \u00fcber gleiche Regeln f\u00fcr Krypto<\/strong><\/h2><\/span>
Der Fall trifft auf eine Debatte, die Brian Moynihan bereits bei einer Anh\u00f6rung des Bankenausschusses im US-Senat am 6. Dezember 2023 f\u00fchrte. Senatorin Elizabeth Warren fragte den Bank-of-America-Chef, ob Kryptoanbieter, die Finanztransaktionen abwickeln, denselben Geldw\u00e4schepflichten wie Banken unterliegen sollten. Moynihan bef\u00fcrwortete laut CryptoSlate gleiche Anforderungen; er sitzt demnach im Vorstand des Bank Policy Institute und war dort Vorsitzender.<\/p>
Die Aufsicht beanstandete jedoch auch bei der Bank erhebliche Defizite: Laut der OCC reichte die Transaktions\u00fcberwachung nicht aus, um Risiken angemessen zu erkennen. Genannt wurden au\u00dferdem Schw\u00e4chen bei Fachkenntnissen des Personals, Schulungen und Audits sowie bei der Umsetzung einer Anordnung aus dem Dezember 2024. Das US-Finanzministerium kritisierte, die Bank habe sich zu stark auf Hinweise von Strafverfolgern und anderen Instituten gest\u00fctzt, statt verd\u00e4chtige Aktivit\u00e4ten vorwiegend \u00fcber eigene Kontrollen zu erkennen. \u00c4hnliche Fragen zu einheitlichen US-Regeln f\u00fcr Kryptoanbieter<\/a> stehen damit erneut im Raum.<\/p>