PBIT: BlackRock plant Bitcoin-ETF mit Verlustpuffer
BlackRock hat am 19. Oktober 2026 bei der US-Börsenaufsicht SEC den Prospekt für den iShares Bitcoin Managed Protection ETF mit dem Ticker PBIT eingereicht. Das geplante Produkt soll über eine IBIT-bezogene Optionsstrategie einen Teil möglicher Verluste abfedern, begrenzt dafür aber die Beteiligung an Kursgewinnen.
PBIT ist bislang weder genehmigt noch handelbar. Die Einreichung fällt in eine Phase, in der US-Spot-Bitcoin-ETFs laut den im Primärbericht genannten Daten in der Woche vom 12. bis 16. Oktober 229 Millionen US-Dollar an Abflüssen verzeichneten. Das neue Angebot setzt nicht auf eine möglichst direkte Abbildung des Bitcoin-Kurses, sondern auf eine strukturierte Kombination aus Schutz und begrenzter Renditechance.

So soll der Verlustpuffer von PBIT funktionieren
Der Fonds soll laut Prospekt weder Bitcoin direkt halten noch IBIT-Anteile kaufen. Vorgesehen sind stattdessen drei börsengehandelte Optionstranchen, die über die Options Clearing Corporation (OCC), die US-amerikanische Clearingstelle für Optionen, abgewickelt werden. Als Basiswert dienen IBIT oder eine ähnliche Bitcoin-Exposure.
Die Strategie nutzt Call-Spreads: Sie ermöglicht eine Beteiligung an Kursgewinnen bis zu einer ungefähren Obergrenze. Steigt der Basiswert über diesen Cap hinaus, nimmt PBIT an weiteren Gewinnen nicht teil. Der Schutz setzt laut Primärbericht typischerweise bei rund 90 Prozent des Referenzwerts zum Kaufzeitpunkt an; der anfängliche Verlust einer Tranche wäre damit vor Gebühren auf ungefähr zehn Prozent begrenzt.
Die drei Tranchen sollen sich überlappen und monatlich erneuert werden, wobei jede ungefähr ein Quartal läuft. Nicht für Optionen eingesetzte Mittel sollen in US-Staatsanleihen und Geldmarktfonds liegen. BlackRock kann das Schutzniveau anpassen; auch die Obergrenze ist nicht fix und hängt unter anderem von den Optionspreisen beim Kauf ab.
Die Verwaltungsgebühr war im eingereichten Prospekt noch nicht beziffert. Eine Frist von 75 Tagen nach der Einreichung würde ein Inkrafttreten frühestens am 2. Januar 2027 ermöglichen, sofern die SEC keine Änderungen verlangt. Bis dahin bleibt PBIT Teil des laufenden Prüfverfahrens.
Wie PBIT BlackRocks Bitcoin-Angebot ergänzt
BlackRock bietet mit IBIT bereits einen Spot-Bitcoin-ETF an, der im Januar 2024 startete und laut Primärbericht rund 65 Milliarden US-Dollar verwaltete. Im Juni kam der iShares Bitcoin Premium Income ETF hinzu. Dieser verkauft Call-Optionen auf IBIT, um laufende Erträge zu erzielen; PBIT verfolgt eine andere Logik und setzt auf einen Verlustpuffer im Tausch gegen begrenztes Aufwärtspotenzial.
Der Antrag wird als BlackRocks dritter Bitcoin-ETF-Antrag eingeordnet. James Seyffart von Bloomberg Intelligence ordnete ihn laut der Berichterstattung von The Block ebenfalls als dritten Vorstoß des Vermögensverwalters in diesem Segment ein. Zugleich konzentriert sich BlackRocks Kryptoangebot dem Bericht zufolge weiterhin auf Bitcoin und Ethereum.
Schutz kostet einen Teil der möglichen Rendite
Für Anleger verändert PBIT damit die Form der Bitcoin-Exposure: Statt den vollen Kursverlauf eines Spotprodukts abzubilden, soll der Fonds innerhalb einer Tranche einen definierten Schutzbereich mit einer begrenzten Gewinnbeteiligung verbinden. Wie hoch Puffer und Cap konkret ausfallen, hängt von der jeweiligen Tranche und den Optionspreisen zum Kaufzeitpunkt ab. Ein Einstieg während einer bereits laufenden Tranche kann zudem bedeuten, dass ein Teil ihres Schutzpuffers schon verbraucht ist.
Die entscheidenden nächsten Angaben betreffen daher die endgültigen Gebühren sowie die konkreten Schutz- und Obergrenzen der einzelnen Tranchen. Vor einem möglichen Handelsstart muss die SEC das Verfahren abschließen; nach der im Prospekt genannten Frist käme eine Aufnahme des Handels frühestens Anfang Januar 2027 infrage.
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