KI-Datenprotokoll DATA Network plant Wechsel in den Sui-Stack
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Die Sui Foundation investiert 30 Millionen US-Dollar in DATA Network und finanziert damit einen grundlegenden Wechsel des KI-Datenprotokolls. Die Migration steht noch bevor: Bis das Upgrade abgeschlossen ist, läuft die eigenständige Chain weiter; anschließend soll DATA Network nativ auf Sui betrieben werden.
Auch die Onchain-Registry Trace wechselt in den Sui-Stack, während Walrus zur Standardspeicherschicht für Anwendungen der DATA Foundation wird. Investing.com veröffentlichte die Meldung als Chainwire-Mitteilung; Chosunbiz berichtet ebenfalls über die Investition und die geplante Integration.
Migration und Token-Übergang stehen noch aus
Die DATA Foundation und die Sui Foundation beschreiben die Finanzierung als langfristige strategische Investition. Laut der Mitteilung erhält Sui Foundation damit die größte institutionelle Beteiligung am Netzwerk. PIP Labs und die DATA Foundation behalten ihre bisherigen Beteiligungen.
Mit dem Upgrade wird die unabhängige DATA-Blockchain nicht sofort, sondern erst nach Abschluss der Umstellung außer Betrieb genommen. Der bestehende Betrieb soll bis dahin weiterlaufen. Für Tokenhalter ist eine Übertragung von $DATA im Verhältnis 1:1 auf das Sui-Protokoll vorgesehen; gesperrte Token und Positionen mit Vesting sollen unverändert übernommen werden.
Die Projektmitteilung stellt in Aussicht, dass wirtschaftliche Ansprüche und Governance-Rechte der Holder mindestens gleichwertig bleiben. Das ist eine angekündigte Bedingung der Migration, keine bereits umgesetzte Regelung. Ein detaillierter Zeitplan und ein konkreter Übergangsplan für Holder sollen vor dem Upgrade veröffentlicht werden.
Trace und Walrus bündeln Herkunftsnachweis und Speicherung
Trace ist eine Onchain-Registry für KI-Trainingsdaten, deren Nutzung geklärt ist. Das System dokumentiert laut Mitteilung die Herkunft eines Beitrags und die daran geknüpften Rechte und wickelt Zahlungen an die Beitragenden ab. Seit dem Start im Juni 2026 wurden demnach mehr als 250 Millionen Beiträge beziehungsweise verifizierbare Receipts registriert; im Durchschnitt verarbeitet Trace täglich mehr als drei Millionen Receipts.
Walrus soll bei Anwendungen der DATA Foundation als Standardspeicher dienen. Die Originaldateien sollen dort verschlüsselt und zugriffskontrolliert abgelegt werden, während Trace Provenienz und Prüfpfad erfasst. Die Mitteilung begründet den Schritt mit dem wachsenden Bedarf an realen Trainingsdaten, deren Herkunft, Einwilligung und Nutzungsrechte nachvollziehbar sind.
Projektverantwortliche verweisen auf Anforderungen an KI-Daten
Adeniyi Abiodun, Mitgründer und Chief Product Officer von Mysten Labs, dem ursprünglichen Entwicklerbeitragenden für Sui und Walrus, sieht den Zugang zu Daten mit Einwilligung und nachvollziehbarer Herkunft als nächste Herausforderung für die KI-Branche. Die Migration bringe große Mengen bereits genutzter, rechtegeklärter Daten in den Sui-Stack, argumentiert er.
SY Lee, Vorsitzender von Poseidon und CEO von PIP Labs, soll zusätzlich strategischer Berater der Sui Foundation werden. Andrea Muttoni, CEO der DATA Foundation, betont den Nutzen der Kombination aus Audit-Trail und verschlüsselter Referenzspeicherung; künftig seien auch stärker überprüfbare Ausführungsumgebungen für Evaluierungen und Feinabstimmungen denkbar.
Für DATA-Halter sind damit zunächst Tokenübertragung und angekündigter Erhalt der Rechte zentral. Wie Staking, mögliche Rewards und Governance nach dem Wechsel konkret funktionieren, ist noch nicht beschrieben. Der nächste belastbare Schritt ist daher die Veröffentlichung des Migrationsplans, bevor die eigenständige Chain abgeschaltet wird.