USDC und Bankauszahlungen: Samsung Wallet startet in den USA
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Samsung Electronics erweitert die Samsung Wallet in der letzten Oktoberwoche 2026 um USDC-Transfers für berechtigte Galaxy-Nutzer in den USA. Entscheidend ist nicht nur der Stablecoin-Zugang: Auch Auszahlungen auf Bankkonten in mehr als 60 Ländern sollen direkt aus der bestehenden Wallet möglich sein.
Die Funktion soll laut der am Mittwoch, 7. Oktober, veröffentlichten Mitteilung auf 82 Millionen kompatiblen US-Galaxy-Geräten verfügbar werden. Solana und Sui sind als technische Infrastrukturpartner genannt, doch Samsung legt sich nicht auf ein einzelnes Netzwerk für sämtliche Transfers fest.
USDC-Transfers und Bankauszahlungen laufen über unterschiedliche Wege
USDC, ein an den US-Dollar gebundener Stablecoin, wird zunächst der einzige unterstützte Vermögenswert sein. Wer in der Wallet „Buy Stablecoin“ auswählt, soll USDC als voreingestellten Dollar-Stablecoin sehen. Transfers an kompatible externe Krypto-Wallets sollen laut Samsung binnen Sekunden erfolgen; die tatsächliche Dauer hängt jedoch von den Bedingungen des jeweiligen Blockchain-Netzwerks ab.
Für Überweisungen an solche Wallets erhebt Samsung nach eigenen Angaben keine Transfergebühr. Empfängerbörsen oder Wallet-Anbieter können eigene Gebühren berechnen. Anders ist der Ablauf bei Bankkonten: Berechtigte Nutzer können Geld an qualifizierte Konten in mehr als 60 Ländern senden, wo es in der jeweiligen Landeswährung ankommen soll. Dafür fallen Gebühren an, die je nach Ziel und Betrag variieren und vor der Bestätigung in der App angezeigt werden.
Der Bankweg ist damit keine gebührenfreie Erweiterung des Krypto-Transfers, sondern ein eigener Zahlungsweg mit Wechsel in lokale Währung. Solche Verbindungen zwischen klassischer Zahlungsinfrastruktur und digitalen Dollar-Assets gewinnen auch in anderen Angeboten an Bedeutung, etwa bei der rund um die Uhr verfügbaren Dollar-Abwicklung.
Der Start ist auf US-Bürger beziehungsweise berechtigte US-Einwohner ab 18 Jahren beschränkt. Erforderlich sind ein Samsung Account, ein kompatibles Galaxy-Gerät mit Samsung Wallet und mindestens Android 13 sowie Identitätsprüfung und biometrische Authentifizierung. Welche Länder und Bankkonten unterstützt werden, soll die App ausweisen; Überweisungen in sanktionierte Gebiete sind ausgeschlossen.
Bastion und Coinbase übernehmen Infrastruktur und Verwahrung
Samsung zufolge stellt Bastion, ein lizenzierter Stablecoin-Verwahrer und Infrastrukturprovider unter Aufsicht US-amerikanischer Finanzaufsichtsbehörden, den Rahmen für grenzüberschreitende Zahlungen bereit. Bastion hat Coinbase als offiziellen Unterverwahrer eingebunden; die USDC-Bestände sollen über Coinbase Prime Vault abgesichert werden. Für Transfers ist eine biometrische Authentifizierung auf einem registrierten, kompatiblen Gerät erforderlich.
Samsung betont zugleich, dass die Verwahrung und Geldbewegung von regulierten Partnern übernommen werden. Das Unternehmen selbst ist laut den Nutzungsangaben weder Bank noch Geldübermittler noch Verwahrer digitaler Vermögenswerte und hält keine Kundengelder. Die Einführung folge der Etablierung eines regulatorischen Rahmens für Stablecoins in den USA; das ersetzt jedoch nicht die Prüfung der jeweils geltenden Regeln in anderen Märkten. Der regulatorische Rahmen für Stablecoins bleibt auch im europäischen Kontext ein zentraler Faktor, wie die MiCA-Regeln für Stablecoins zeigen.
Solana und Sui werden als separate Partner für Infrastruktur und Blockchain-Netzwerkunterstützung aufgeführt. Die Mitteilung erläutert nicht, welcher Netzwerkpartner welchen Transferweg abwickelt. Eine ausschließliche Abwicklung über Solana lässt sich daraus daher nicht ableiten.
Integration senkt Einstiegshürde, weitere Märkte bleiben offen
Woncheol Chai, Executive Vice President und Leiter des Digital Wallet Team im Mobile eXperience Business von Samsung Electronics, begründet die Integration mit einem einfacheren Zugang ohne separate Krypto-App und ohne eigene Verwaltung privater Schlüssel. „Sending money abroad should feel as convenient as using the wallet already on your phone,“ sagte Chai. „We’re bringing USDC transfers into Samsung Wallet so eligible Galaxy users can get started without installing another app or managing private keys themselves.“
Der Schritt führt die Zusammenarbeit von Samsung und Coinbase fort: Samsung Pay wurde bereits als Zahlungsoption in der Coinbase-App ergänzt, während berechtigte Nutzer über Samsung Wallet Zugang zu Coinbase-One-Vorteilen erhalten können. Für die Produktstrategie zählt vor allem, dass Stablecoin-Funktionen aus einer spezialisierten Krypto-App in eine bereits vorhandene Geräte-Wallet wandern.

Samsung stellt als mögliche nächste Schritte Zahlungen mit Stablecoins bei Online-Händlern oder per Antippen eines berechtigten Galaxy-Geräts im Geschäft in Aussicht. Einen Zeitplan dafür nennt das Unternehmen nicht. Auch eine Ausweitung über die USA hinaus hängt laut Mitteilung von den regulatorischen Entwicklungen in den jeweiligen Ländern ab; zunächst bleibt der Startmarkt begrenzt.