Strategy: Aktienrückkäufe deutlich größer als Bitcoin-Kauf
Strategy kaufte in der Woche bis zum 11. Oktober 250 Bitcoin für 21,5 Millionen US-Dollar. Der Bestand stieg damit auf 848.250 BTC und entspricht laut einer von The Block berichteten Einordnung rund 4 Prozent der maximalen Bitcoin-Menge – eine Größenordnung, die den Treasury-Bestand des Unternehmens in den Mittelpunkt rückt.
Der Bericht beziffert den Wert der Position auf ungefähr 71 Milliarden US-Dollar. Die Angabe ist eine Bewertung des gehaltenen Bestands, kein zusätzliches Kaufvolumen: Der jüngste Zukauf machte nur einen kleinen Teil der gesamten Position aus.
Strategys Ansatz steht im Kontext einer breiteren institutionellen Nutzung von Bitcoin als Bilanzposition. Auch andere Unternehmen prüfen solche Treasury-Strategien, etwa im Zusammenhang mit Bitcoin in Unternehmensbilanzen.

Aktienverkauf finanzierte den Großteil des Kaufs
Von den 21,5 Millionen US-Dollar stammten 21 Millionen aus dem Verkauf gewöhnlicher Aktien. Die übrigen 500.000 US-Dollar finanzierte Strategy aus vorhandenen Barmitteln. Die Zahlen wurden für die Woche bis Sonntag, den 11. Oktober, gemeldet.
Parallel kaufte das Unternehmen Vorzugsaktien der Serie STC im Wert von 192,4 Millionen US-Dollar zurück. In der Vorwoche hatte das Rückkaufvolumen 176,3 Millionen US-Dollar betragen. Damit überstieg der Betrag für die Rückkäufe den Wert des Bitcoin-Zukaufs deutlich.
Strategy hielt zudem eine US-Dollar-Reserve von 4,88 Milliarden US-Dollar, die Dividenden auf Vorzugsaktien und Zinszahlungen auf Schulden unterstützen soll. Der separate Bestand an US-Dollar-Barmitteln lag am Sonntag bei 640,5 Millionen US-Dollar. Für die Einordnung der Treasury-Struktur sind somit nicht nur die Bitcoin-Käufe, sondern auch Finanzierung, Rückkäufe und verfügbare Liquidität relevant – Fragen, die sich ebenfalls bei anderen großen Bitcoin-Treasuries stellen.
Die wöchentlichen Käufe gehen weiter zurück
Der Kauf von 250 BTC markierte den zweiten wöchentlichen Rückgang des Kaufvolumens in Folge. Bereits im dritten Quartal hatte sich der Bestand laut dem Bericht nur um 0,2 Prozent erhöht. Strategy erwarb in diesem Zeitraum 7.218 BTC und veräußerte zugleich 5.553 BTC.
Die Quartalszahlen zeigen, warum der Gesamtbestand allein die Veränderung der Position nicht vollständig abbildet: Käufe und Verkäufe wirkten gleichzeitig. Die berichtete Größenordnung von rund 4 Prozent der maximalen Menge macht die Konzentration bei einem einzelnen Unternehmen zum wichtigen Kontext, belegt für sich genommen aber keine bestimmte Folge für Marktliquidität oder Bitcoin-Preise.
Saylor deutete einen weiteren Kauf an
Michael Saylor, Gründer und Executive Chairman von Strategy, hatte in einem Beitrag am Sonntag einen weiteren Bitcoin-Kauf angedeutet. Seine Botschaft spielte auf die orange Farbe an, die häufig mit Bitcoin verbunden wird, und ließ sich sinngemäß als Hinweis verstehen, dass weitere Käufe möglich seien.

Strategy veröffentlicht Kaufmeldungen üblicherweise über Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC. Die Behörde war am Montag, dem 12. Oktober, wegen des Columbus Day geschlossen. Für die nächste überprüfbare Aktualisierung sind daher weitere offizielle Kapitalmarkt-Updates und SEC-Unterlagen maßgeblich; sie werden auch zeigen, wie sich Zukäufe, Aktienfinanzierung und Rückkäufe weiter entwickeln.