Bitcoin-Buchverlust belastet Capital Bs Halbjahresbilanz

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Capital B weist für das erste Halbjahr 2026 einen Nettoverlust von 69,5 Millionen Euro aus, überwiegend verursacht durch eine Bitcoin-Wertberichtigung von 67,5 Millionen Euro. Der Betrag spiegelt die Bewertung zum 30. Juni wider und führte laut dem Unternehmen weder zu Verkäufen noch zu einem entsprechenden Cash-Abfluss; zugleich wuchs der strategische Bestand weiter.

Die Zahlen wurden von The Block und Cointelegraph berichtet und beruhen auf Capital Bs Halbjahresbericht. Der ausgewiesene Verlust entspricht rund 78 Millionen US-Dollar; für die Wertberichtigung nennen die Berichte gerundet etwa 75,8 bis 75,9 Millionen Dollar.

Bitcoin-Abwertung prägt die Halbjahresbilanz

Die Wertberichtigung machte den größten Teil des Nettoverlusts aus. Im entsprechenden Zeitraum 2025 hatte Capital B einen Verlust von rund 1,9 Millionen Euro ausgewiesen.

Ein Finanzchart mit roten und grünen Kerzen, der einen absteigenden Trend zeigt.
Ein fallender Kursverlauf in einem Börsenchart. – Foto: Arturo Añez / Unsplash

Die operative Entwicklung fiel weniger stark aus als das Nettoergebnis vermuten lässt: Der konsolidierte Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent von 5,65 auf 5,85 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen und Amortisationen, blieb jedoch negativ und verschlechterte sich von minus 815.000 auf minus 1,07 Millionen Euro.

Rund 2,2 Millionen Euro an Kosten standen laut Finanzbericht mit den Bitcoin-Treasury-Aktivitäten in Verbindung. Dazu zählten unter anderem Personal- und Beratungsaufwendungen sowie weitere Kosten für Betrieb und Finanzierung der Strategie.

Bitcoin-Bestand wuchs trotz Buchverlust

Die strategischen Bestände stiegen von 2.823 BTC im Januar auf 3.139 BTC am 30. Juni – ein Plus von 11,2 Prozent. Nach dem Halbjahresstichtag setzte Capital B die Käufe fort und meldete zum 30. September 3.538 BTC.

Bitcoin-Symbol auf einem orangefarbenen Hintergrund mit vernetzten Punkten und Linien.
Symbolische Darstellung von Bitcoin – Foto: PerfectHue / CC0

Für diesen späteren Bestand bezifferte das Unternehmen die historischen Anschaffungskosten auf insgesamt 310,6 Millionen Euro beziehungsweise durchschnittlich 87.805 Euro je Bitcoin. Das ist kein aktueller Marktwert. Zusätzlich hielt Capital B 61 BTC für operative Zwecke; mit diesen separaten Beständen belief sich die Gesamtmenge zum Update auf 3.599 BTC.

Capital B meldete eine BTC Yield von 1,85 Prozent für das erste Halbjahr und 2,2 Prozent bis Ende September. Die Kennzahl beschreibt die Veränderung der Bitcoin-Bestände je vollständig verwässerter Aktie, ist laut Bericht aber weder mit operativem Gewinn noch mit Cashflow oder einer Rendite für Aktionäre gleichzusetzen. Ähnliche Abwägungen zwischen Treasury-Aufbau und Kapitalmarktfinanzierung zeigen sich auch bei Strategy.

Finanzierungen und Liquidität im zeitlichen Kontext

Im ersten Halbjahr kündigte Capital B Finanzierungen über insgesamt 27,5 Millionen Euro an. Davon entfielen laut Bericht rund 15,2 Millionen Euro auf Transaktionen mit Aktien und Warrants, 8,8 Millionen Euro auf ausgeübte Warrants und 3,5 Millionen Euro auf Eigenkapitalfinanzierungen.

Vom Beginn der zweiten Jahreshälfte bis zum 15. Oktober kamen weitere rund 31,7 Millionen Euro hinzu: 28,7 Millionen Euro aus Kombinationen von Eigenkapital und Warrants sowie drei Millionen Euro aus Eigenkapitalfinanzierungen. Die im Juni von den Aktionären genehmigten Rahmen von bis zu fünf Milliarden Euro für Kapitalerhöhungen und 100 Milliarden Euro für Kreditinstrumente sind mögliche Obergrenzen, keine bereits aufgenommenen Mittel oder ausgegebenen Schulden.

Die Wertberichtigung zeigt, wie stark die Bitcoin-Bewertung den ausgewiesenen Gewinn eines Treasury-Unternehmens belasten kann, ohne dass dafür Coins verkauft werden müssen. Gleichzeitig erwirtschafteten die Technologie-Tochtergesellschaften ein positives bereinigtes operatives EBITDA von rund 640.000 Euro, verglichen mit 580.000 Euro ein Jahr zuvor.

Zum 30. Juni verfügte die Gruppe über 2,3 Millionen Euro Cash; bis zum 30. September stieg der verfügbare Kassenbestand auf 4,6 Millionen Euro. Die zusätzlich für den operativen Bedarf gehaltenen 61 BTC bewertete das Unternehmen mit rund 4,5 Millionen Euro und erklärte, die verfügbare Liquidität decke nach internen Prognosen den erwarteten Finanzierungsbedarf der folgenden zwölf Monate.

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